Unihockey Ruswil: Herren Grossfeld II, 4. Liga

Bittere Niederlagen nach grossem Kampf

Ruswil musste am vergangenen Sonntag gleich zwei bittere Pillen schlucken: In beiden Spielen kassierten sie in den Schlussminuten den entscheidenden Gegentreffer zur Niederlage. Als Trost bleibt die Gewissheit, mit allen Gegnern mithalten zu können.

 

Valentin Beck

 

Im ersten Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Rotkreuz traten die Rottaler als Underdog an und hatten dementsprechend nichts zu verlieren. Der Zuger Favorit nahm das Spieldiktat von Beginn an in die Hand und setzte die nummerisch reduzierten Ruswiler gewaltig unter Druck. Diese wehrten sich mit viel Herzblut, konnten so das gegnerische Startfurioso tatsächlich schadlos überstehen und eine Spielberuhigung herbeiführen.

 

Vermeintliche Vorentscheidung vor der Pause

 

Umso ärgerlicher war es, als kurz vor der Pause ein reingestocherter Rollball zum ersten Gegentreffer führte. Als kurz danach sogar das 0:2 folgte, schien die Vorentscheidung zur Halbzeit bereits gefallen, zumal Ruswil selbst kaum einmal zu Chancen kam.

 

Doch weit gefehlt: Der Zuger Leader rannte nach dem Wiederanpfiff zwar erneut an, vergab aber Chance um Chance und ärgerte sich darüber sehr. Als dann ein Ablenker aus heiterem Himmel Ruswil den Anschlusstreffer bescherte, war deren Punktehunger wieder erwacht. Gross war der Jubel, als ein zweiter Glücktreffer vier Minuten vor Schluss zum Ausgleich führte. 

 

Doch letztendlich siegten die Gerechtigkeit und Rotkreuz doch noch: Mit einem wunderschönen Spielzug zwei Minuten vor Abpfiff holten sich die Zuger verdient den Sieg. Ein Unentschieden wäre aus Sicht der Ruswiler zwar ein gestohlener – aber sicherlich wohl gefeierter Punkt gewesen.

 

Torlose 38 Minuten – dann der Schock 

 

Im zweiten Spiel war die Ausgangslage eine andere: Es trafen zwei ebenbürtige, wenn auch nicht gleichemotionale Mannschaften aufeinander, was sich schon in den Startminuten zeigte: Beide Teams kamen zu Abschlüssen, die aber beidseitig allesamt scheiterten.

Sogar eine doppelte Überzahl Ruswils nach rund 30 Spielminuten konnte nicht in einen Torerfolg umgemünzt werden. So blieb das 0:0 bis in die Schlussminuten stehen, was die Nervosität auf beiden Seiten steigerte. 

Beide Teams wussten: Jeder Fehler und jeder Geniestreich könnte die Entscheidung sein. Es war dann eine Kombination aus beidem, die zwei Minuten vor Abpfiff das Glück auf die Seite der Tessiner riss: Ihr Lucky-Punch zum 1:0 sicherte ihnen den überaus glücklichen Sieg.

 

Für die kämpferisch starken, aber in der Offensive zu harmlosen Ruswiler war diese zweite knappe Tagesniederlage bitter. Selbst die ansonsten so dominant dröhnende Soundanlage aus dem Hause Müller schien in der Garderobe nach Spielende etwas gedämpft zu sein.

 

Nach dem ersten Verdauen wird sich aber bei Ruswil die Gewissheit durchsetzen, dass man in Vollbesetzung und mit etwas Glück jeden Gegner schlagen kann.

 

 

Unihockey Ruswil – UHC Astros Rotkreuz 2:3

Unihockey Ruswil – SO Mendrisio 0:1

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Für Ruswil im Einsatz: Stefan Süess, Noah Mathis, Jan Müller, Philipp Lüthi, Yanik Bieri, Linus Hofer, Roger Bucher, Daniel Emmenegger (C), Elias Roth, Maurus Bründler, Marco Muralt und Valentin Beck (T).