Meisterschaftsstart nach einem Jahr Pause 

 

Im ersten Ernstkampf seit der langen Corona- Zwangspause spielte das Kleinfeldteam von Unihockey Ruswil im ersten Spiel der neuen Saison gegen die Jungs aus dem Maggiatal. Diese Partie war schon vor einem Jahr die Saisoneröffnungspartie, die damals mit 8:5 gewonnen werden konnte. 

 

Maurus Amrein 

 

Ein ganzes Jahr ohne einen Ernstkampf, ja, ein ganzes Jahr zum Teil ohne Training. So erging es dem Unihockeysport in der Schweiz während der vergangenen Pandemiezeit. Innerhalb eines Jahres sind sehr viele Veränderungen möglich. Teams werden in andere Ligen verschoben, Spieler erkranken und genesen wieder, und die neue Gruppeneinteilung bringt obendrein nochmals etwas mehr Ungewissheit dazu. Deshalb gestaltete sich die Saisonplanung als noch schwieriger als in den vorangegangenen Jahren. 

Unihockey Valle Maggia – Alte Bekannte 

Die Tessiner aus dem Maggiatal sind schon seit längerer Zeit ein Rivale der Ruswiler. Die meisten Spiele gingen jeweils knapp aus. So waren die Tessiner ein guter Gradmesser. Kann man gegen sie bestehen, ist man auf demselben Level wie vor einem Jahr beim Abbruch der Saison. Den Start verschliefen die Rottaler allerdings gehörig. Innerhalb der ersten Minuten musste der Ball dreimal aus dem eigenen Netz gefischt werden. Je länger das Spiel dann dauerte, desto besser kam Ruswil in fahrt und konnte bis zur Pause auf 4:4 ausgleichen. 

Nach dem Pausentee wog das Spiel hin und her. Die antrittsstarken Tessiner kamen immer wieder gefährlich vor das Ruswiler Tor, doch die Defensive war auch nicht die Stärke der Tessiner. So blieb das Spiel bis in die Schlusssekunden mit 6:6 für beide Teams offen. Als mit 5 Sekunden auf der Spieluhr ein Freistoss für Ruswil auf der eigenen Torlinie gesprochen wurde, konnte Ruswil das Glück auf seine Seite zwingen. Ein langer, hoher Ball vors Tor, Verwirrung, Abpraller, Schuss ins Glück zum 7:6 Sieg für die Rottaler! 

Gegen das Heimteam ohne Glück 

Mit dem glücklichen Sieg in der Tasche wollte das Team den zweiten Match gegen die Rapperswil Tigers ebenfalls gewinnen. Der Start ins Spiel verlief nicht mehr so holprig wie im ersten Match, jedoch konnte Ruswil die Torchancen nicht nutzen. Zur Pause stand es deshalb 2:0 fürs Heimteam. In der zweiten Halbzeit probierte Ruswil einiges aus, doch irgendwie war die Luft raus. Das Spiel war ideenlos, die Zweikämpfe gingen zu oft verloren, Schüsse kamen fast keine mehr aufs gegnerische Tor. Die Tigers waren nicht hoch überlegen, konnten aber das Spiel kontrollieren und kamen insgesamt zu mehr Chancen als die Rottaler, was dann zum ernüchternden Endresultat von 5:0 führte. 

Alles in allem war die erste Meisterschaftsrunde nicht verlaufen wie erwartet. Wurde im ersten Spiel eine starke Willensleistung gezeigt, blieb diese im zweiten Spiel komplett aus. 

 

Für Ruswil im Einsatz: Andreas Rüedi und Patrik Rava (Goalie), Roman Wandeler, Fabian Grüter, Marcin Emmenegger, Michael Grüter (Captain), Robin Gohl und Maurus Amrein.